Anecoop, Valencia, wurde mit dem Preis „Genossenschaft des Jahres“ ausgezeichnet, der von Cooperativas Agro-alimentarias de España verliehen wird. Diese Auszeichnung würdigt die solide Entwicklung des Unternehmens im Rahmen einer besonders bedeutsamen Kampagne, die mit den Feierlichkeiten zum 50-jährigen Jubiläum zusammenfällt. Ziel dieser Auszeichnungen ist es, die besten Praktiken des Genossenschaftswesens im Agrar- und Lebensmittelbereich, die landesweit entwickelt wurden, sichtbar zu machen und anzuerkennen sowie der Gesellschaft die Werte und Prinzipien des Genossenschaftsmodells zu vermitteln. Dabei werden Initiativen hervorgehoben, die direkt zur wirtschaftlichen, sozialen und territorialen Nachhaltigkeit sowie zu Innovation und Chancengleichheit beitragen.
Die Preisverleihung der elften Ausgabe fand am 21. Mai im Rahmen der Generalversammlung der spanischen Agrarlebensmittelgenossenschaften statt. Der Präsident von Anecoop, Alejandro Monzón, und der Generaldirektor, Joan Mir, nahmen den Preis aus den Händen des spanischen Landwirtschaftsministers, Luis Planas, sowie des Präsidenten der Agrarlebensmittelgenossenschaften, Ángel Villafranca, entgegen. In seiner Rede bedankte sich Alejandro Monzón für die Verleihung dieses Preises in seinem Namen und im Namen der gesamten Familie, die diese Genossenschaft zweiten Grades bildet. Weiter erklärte er: „Eine Auszeichnung, die uns besonders mit Stolz erfüllt, da sie von der Organisation verliehen wird, die sich für das spanische Genossenschaftswesen im Agrarlebensmittelbereich einsetzt. Ein Preis, der von vielen geteilt wird und den kollektiven Einsatz gegenüber individuellen Erfolgen in den Vordergrund stellt. Er gebührt den Gründern, die an die Durchführbarkeit dieses Projekts geglaubt haben; allen Landwirten und Landwirtinnen sowie den Partnerorganisationen, die all die Jahre auf unsere Geschäftsführung vertraut haben; den aufeinanderfolgenden Verwaltungsräten und Vorständen mit ihrem Engagement und ihrer strategischen Weitsicht; sowie allen Fachteams, deren Talent eine tragende Säule für unser Wachstum war“.
Internationale Referenz
Fünf Jahrzehnte Erfahrung haben das Geschäftsmodell von Anecoop als Vorreiter des Genossenschaftswesens im Agrarlebensmittelsektor innerhalb und außerhalb der Landesgrenzen gefestigt. Das spiegelt sich in der Bilanz des letzten Geschäftsjahres 2024–2025 wider; eine Rekordsaison sowohl beim eigenen Umsatz als auch beim Gesamtumsatz aller Unternehmen der Anecoop-Gruppe, deren Angebot in 67 Ländern vertreten ist.
Anecoop verfügt über eine Struktur, zu der fünf Niederlassungen in Spanien, zwölf Tochtergesellschaften in acht Ländern und zwei Logistikzentren gehören. Damit bietet das Unternehmen seinen Kunden einen kundenorientierten und effizienten Service und bildet das wohl größte O+G-Vertriebsnetz in Europa.
Rentabilität seiner Mitglieder oberste Priorität
Anecoop repräsentiert derzeit 20.000 Landwirtinnen und Landwirte aus 13 spanischen Provinzen (Valencia, Murcia, Almería, Sevilla, Castellón, Huelva, Alicante, Cádiz, Ciudad Real, Segovia, Valladolid, Navarra und Lleida) und hat 61 Mitgliedsgenossenschaften.
Die Rentabilität hat für das genossenschaftliche Agrarlebensmittelunternehmen höchste Priorität. Nach den Ergebnissen der Saison 2024–2025 ist die durchschnittliche Abrechnung an die Mitglieder pro vermarktetem Kilogramm oder Liter um 4,7 % gestiegen, eine Zahl, die die Anstrengungen von Anecoop in einem Wirtschaftsjahr unterstreicht, das von erheblichen Schwierigkeiten aufgrund der Auswirkungen des Klimawandels (Unwetter, Schädlingsbefall und Hagel…) sowie von Marktunsicherheiten aufgrund geopolitischer Ereignisse geprägt war.

Erfolgsschlüssel Innovation
Anecoop hat sich seit seiner Gründung im Jahr 1975 als Pionierunternehmen etabliert. Damals entstand es als bahnbrechende Initiative, die entgegen aller Erwartungen den spanischen Agrarlebensmittelsektor grundlegend veränderte.
In diesem Zusammenhang betonte Alejandro Monzón bei der Preisverleihung: „Seit 50 Jahren unterstützt und begleitet Anecoop Landwirte und Landwirtinnen sowie Partnerorganisationen dabei, die Herausforderungen eines zunehmend komplexen, anspruchsvollen und unsicheren globalen Marktes zu meistern. Dabei setzt das Unternehmen auf Innovation: bei Produktions- und Qualitätssystemen, bei neuen Produkten (wie der kernlosen Wassermelone und der Kaki, deren Markteinführung unter der Marke Bouquet den europäischen Obst- und Gemüsemarkt revolutionierte), bei Lebensmittelsicherheit, Nachhaltigkeit (Naturane und das Nachhaltigkeitsobservatorium von Anecoop), Marketing- und Kommunikationskampagnen (Raciones de Vida para el Campo), Technologie und Unternehmensmanagement (Plan Impulso)“.
Im Jahr 2026 startet Anecoop erneut eine innovative Initiative, die ihrem festen Engagement für eine der wichtigsten Herausforderungen der Zukunft Rechnung trägt: das Programm „Releva“. Es handelt sich um ein Pionierprojekt im valencianischen Agrarbereich (das Ziel ist es, es in künftigen Ausgaben auf andere Autonomien (Länder) auszuweiten), das darauf abzielt, den Generationswechsel voranzutreiben, die unternehmerische Sichtweise der Landwirte zu stärken und die genossenschaftliche Führung in den Landkreisen zu festigen, indem ein wettbewerbsfähiges, nachhaltiges und chancenreiches Modell gefördert wird.
Die unaufhaltsame Kraft des Genossenschaftswesens
Der Präsident von Anecoop schloss seine Ausführungen mit den Worten: „Wir haben diesen Punkt erreicht, indem wir die Landwirte dorthin gestellt haben, wo sie hingehören: ins Zentrum der Wertschöpfungskette. Denn fünf Jahrzehnte später besitzen wir immer noch dieselbe Widerstandsfähigkeit, denselben Mut und denselben Ehrgeiz wie am ersten Tag: Innovationen voranzutreiben, Veränderungen zu bewirken, das Ansehen der Landwirtschaft zu steigern und Chancen für diejenigen zu schaffen, die den Boden bewirtschaften, die lokale Wirtschaft zu stärken und den sozialen Zusammenhalt zu fördern. Denn gemeinsam und vereint sind wir stark.“ Anecoop/ds

