Die Organisationen ASAJA, COAG, Cooperativas Agro-alimentarias de España und AEOFRUSE schätzen, dass die Mandelkernproduktion in der Saison 2026-27 ein Volumen von 135.250 t erreichen wird. Das entspricht einem Anstieg von 6,6 % gegenüber der Vorsaison und + 33 % gegenüber dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre.
Die Anbaufläche liegt nach ihren Informationen bei 645.964 ha, fast 6 % mehr als in der Vorsaison. Davon sind über 36.000 ha neu in Produktion getreten sowohl bewässert als auch unbewässert, insbesondere in Andalusien, Castilla-La Mancha und Aragón. Der Produktionseintritt neuer Kulturen ist weiterhin einer der Hauptfaktoren für das Wachstum der spanischen Mandelproduktion.
Im Allgemeinen haben die Wetterbedingungen in den meisten Anbaugebieten die Entwicklung der Kulturen begünstigt, was zu höheren Ertragsprognosen als in der vergangenen Saison geführt hat. Besonders hervorzuheben sind die Mengensteigerungen in Murcia, Valencia und Extremadura, wo die Kombination aus neuen produktiven Flächen und günstigen agronomischen Bedingungen die Ernteerwartungen deutlich verbessert hat. In einigen Anbaugebieten kam es jedoch aufgrund von Dürreperioden, hohen Temperaturen, Frost oder lokalem Hagel zu Vorfällen, die besonders bestimmte Gebiete von Castilla-La Mancha und den Balearen betrafen, wo die Prognosen im Vergleich zur vorherigen Saison niedriger ausfielen, so die Agrarorganisation COAG.
Darüber hinaus ist der Sektor weiterhin besorgt über das Auftreten und die Verbreitung der Avispilla del almendro (Mandelkernwespe) und des gusano cabezudo (Larve des Pfirsichprachtkäfers), deren anhaltende Präsenz in einigen Regionen erhebliche Schäden verursacht.
Die Fläche für den ökologischen Anbau liegt bei 172.500 ha. Das sind mehr als 27 % der gesamten spanischen Mandelanbaufläche und konsolidiert das anhaltende Wachstum in diesem Bereich. Hervorzuheben sind nach Angaben der Organisationen die Frostereignisse in wichtigen Anbaugebieten wie der Provinz Granada, wo in mehreren Gemeinden die gesamte Ernte praktisch vernichtet wurde, und Almería, wo die Verluste auf 40 % geschätzt werden. Auch andere Gebiete in Jaén und Málaga waren von den Frösten betroffen. Quelle: COAG

