Die andalusische Citrussaison 25/26 ist mit einem starken Produktionsausfall zu Ende gegangen. Grund dafür sind eine Reihe von Unwettern und ein Preisverfall für späte Sorten, was nach Angaben der Agrarorganisation Coag-Andalusien dazu geführt hat, dass bei einigen Produzenten die Ergebnisse nicht stimmen.
Die Kampagne wurde aber nicht nur durch die Sturmschäden beeinträchtigt, sondern auch durch den Krieg im Nahen Osten, da Ägypten aufgrund des Konflikts die für den asiatischen Markt bestimmten Früchte nach Europa umgeleitet hat. Salvador Fernández, Verantwortlicher für Citrrs bei Coag-Andalsien erklärte, dass die Verluste für die Erzeuger zwischen 30% und 40 % liegen würden.
Die Preise zu Saisonbeginn waren mit 0,35 und 0,40 Euro/kg zufriedenstellend, doch hatte sich der Sektor für die Sorte La Valenciana, die normalerweise gegen Saisonende steigen, mehr erhofft. Es blieb aber bei rund 0,37 Euro/kg. „Die Preise waren zwar nicht katastrophal, aber es gab Erzeuger, die Produktionsverluste von 50 % hinnehmen mussten, andere weniger“, so Salvador Fernández.
Die Schätzung der andalusischen Landesregierung ging von 2,03 Mio t Citrusfrüchte aus, was 13,5 % weniger als die Endproduktion der vergangenen Saison und 7,6 % weniger als der Durchschnitt der letzten vier Kampagnen entspricht. Jetzt sieht es aber so aus, als ob der Produktionsrückgang in 25/26 bei rund 40 % liegen wird.
Obwohl der Citrusanbau in Andalusien tendenziell steigt, war die für diese Saison geschätzte Produktion bereits im September 25 die drittniedrigste der letzten zehn Jahre. Quelle – Coag Andalucía

