{"id":3696,"date":"2026-03-06T11:02:57","date_gmt":"2026-03-06T10:02:57","guid":{"rendered":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/?p=3696"},"modified":"2026-03-06T11:02:57","modified_gmt":"2026-03-06T10:02:57","slug":"spanien-spannungen-auf-dem-internationalen-pistazienmarkt-aufgrund-des-konflikts-im-nahen-osten-erwartet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/spanien-spannungen-auf-dem-internationalen-pistazienmarkt-aufgrund-des-konflikts-im-nahen-osten-erwartet\/","title":{"rendered":"Spanien: Spannungen auf dem internationalen Pistazienmarkt aufgrund des Konflikts im Nahen Osten erwartet"},"content":{"rendered":"\n<p>V\u00edridi Horizons (Madrid), der spanische vertikale Betreiber im Pistaziensektor, glaubt, dass es in den kommenden Monaten aufgrund des Konflikts im Nahen Osten zu erheblichen Spannungen auf dem Weltmarkt f\u00fcr dieses Produkt kommen k\u00f6nnte. Seiner Meinung nach macht die hohe Exportabh\u00e4ngigkeit des Iran \u2013 eines der weltweit f\u00fchrenden Erzeugerl\u00e4nder \u2013 Pistazien zu einem besonders anf\u00e4lligen Produkt f\u00fcr m\u00f6gliche logistische, finanzielle oder kommerzielle St\u00f6rungen, die sich aus der aktuellen geopolitischen Lage ergeben k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach Sch\u00e4tzungen von Branchenverb\u00e4nden und des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA), so V\u00edridi Horizons, produzierte der Iran im Wirtschaftsjahr 2024\/25 rund 225.000 t Pistazien wovon er ca. 212.000 t exportierte, was etwa 94 % der Gesamtmenge entspricht. Es handelt sich daher um einen strukturellen Exporteur, dessen Stabilit\u00e4t von der Fluidit\u00e4t der Handelswege und Normalit\u00e4t der Transport-, Versicherungs- und internationalen Finanzierungssysteme abh\u00e4ngt. Im Gegensatz zu anderen Agrarm\u00e4rkten mit gr\u00f6\u00dferer inl\u00e4ndischer Abnahme beruht das Gleichgewicht des iranischen Sektors im Wesentlichen auf seiner F\u00e4higkeit, das Produkt im Ausland zu platzieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die geografische Verteilung dieser Exporte zeigt laut denselben Quellen eine starke Ausrichtung auf Asien und Reexportm\u00e4rkte. Etwa 27 % des Volumens werden \u00fcber internationale Handelszentren abgewickelt, 19 % gehen in den Fernen Osten, 17 % auf den indischen Subkontinent, 18 % in die GUS-Staaten und 11 % in den Nahen Osten. Die Europ\u00e4ische Union nimmt etwa 6 % der Gesamtmenge ab. In absoluten Zahlen bedeutet dies, dass j\u00e4hrlich mehr als 40.000 t in den Fernen Osten und etwa 36.000 t auf den indischen Markt gelangen, w\u00e4hrend etwa 57.000 t \u00fcber Handelsumschlagpl\u00e4tze laufen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWenn ein Land mehr als 90 % seiner Produktion exportiert, hat jede St\u00f6rung der Handelswege unmittelbare Auswirkungen auf das international verf\u00fcgbare Angebot\u201c, erkl\u00e4rte Ignacio Soler de la Azuela, technischer Direktor von V\u00edridi Horizons. \u201eWenn der Konflikt zu Verz\u00f6gerungen, Verteuerungen im Transportwesen oder Schwierigkeiten bei maritimen Versicherungen f\u00fchrt, wird sich die Anpassung schnell auf den Gro\u00dfhandelsmarkt \u00fcbertragen. Der schrittweise Eintritt gro\u00dfer Konsumenten wie China und Indien hat die weltweit verf\u00fcgbare Marge verringert, w\u00e4hrend die wichtigsten Erzeugerl\u00e4nder aufgrund klimatischer Faktoren und schrittweisem Produktionseintritt neuer Plantagen nur ein moderates Wachstum verzeichnen. In diesem Zusammenhang k\u00f6nnte eine vor\u00fcbergehende Verringerung der iranischen Exporte \u2013 selbst wenn sie nur auf logistische Verz\u00f6gerungen zur\u00fcckzuf\u00fchren ist \u2013 zu Preissteigerungen und einem verst\u00e4rkten Wettbewerb um das am Ursprungsort verf\u00fcgbare Produkt f\u00fchren\u201c, f\u00fchrte er weiter aus.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Chance f\u00fcr Spanien<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Seiner Meinung nach k\u00f6nnte dieses Szenario Spanien eine strategische Chance er\u00f6ffnen. Die nationale Produktion liegt derzeit zwischen 6.000 t und 8.000 t pro Jahr, was etwa 1 % der weltweiten Gesamtproduktion entspricht, aber der Produktionseintritt neuer Plantagen wird laut Prognosen von V\u00edridi Horizons voraussichtlich zu einer Verdopplung oder sogar Verdreifachung dieses Volumens bis 2026 f\u00fchren, auf gesch\u00e4tzte 16.000 t bis 20.000 t. Und obwohl Spanien in Bezug auf das Volumen nicht mit den gro\u00dfen internationalen Akteuren konkurriert, basiert seine differenzierte Positionierung auf der organoleptischen Qualit\u00e4t, der R\u00fcckverfolgbarkeit und den europ\u00e4ischen Regulierungsstandards.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie Strategie des spanischen Pistaziensektors besteht nicht darin, gro\u00dfe internationale Mengen zu ersetzen, sondern ein Angebot mit hoher Wertsch\u00f6pfung auf dem europ\u00e4ischen Markt zu konsolidieren\u201d, erkl\u00e4rt I. Soler de la Azuela und f\u00fcgt hinzu: \u201eIn einem Kontext geopolitischer Unsicherheit gewinnen N\u00e4he, gesetzliche Stabilit\u00e4t und Lebensmittelsicherheit bei den Kaufentscheidungen der Industrie noch mehr an Bedeutung.\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>Europa verzeichnet eine gesch\u00e4tzte Nachfrage von 150.000 t bis 200.000 t Pistazien pro Jahr, was den Kontinent zu einem wichtigen Markt mit Wachstumspotenzial macht. Derzeit werden nur etwa 10 % des weltweiten Volumens f\u00fcr die industrielle Verarbeitung verwendet, ein Segment, in dem das spanische Produkt beginnt, eine Premium-Position zu festigen.<\/p>\n\n\n\n<p>V\u00edridi Horizons geht davon aus, dass der Markt die Entwicklung des Konflikts und dessen Auswirkungen auf die internationalen Logistikketten weiterhin aufmerksam verfolgen wird. \u201eWir sprechen nicht unbedingt von einer Verknappung, aber von einer m\u00f6glichen Verteuerung und einer h\u00f6heren Volatilit\u00e4t in den kommenden Monaten\u201c, sagt Soler de la Azuela. \u201eIn diesem Szenario k\u00f6nnen europ\u00e4ische Produzenten ihre Pr\u00e4senz in einem Markt st\u00e4rken, der Qualit\u00e4t, Stabilit\u00e4t und R\u00fcckverfolgbarkeit verlangt\u201c, sagte der technischer Direktor von V\u00edridi Horizons abschlie\u00dfend. Quelle\/Foto: V\u00edridi Horizons<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>V\u00edridi Horizons (Madrid), der spanische vertikale Betreiber im Pistaziensektor, glaubt, dass es in den kommenden Monaten aufgrund des<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":3697,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[34],"tags":[],"class_list":["post-3696","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"featured_image_urls":{"full":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Recoleccion-de-pistachos-en-Castilla-La-Mancha.jpg",1000,599,false],"thumbnail":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Recoleccion-de-pistachos-en-Castilla-La-Mancha-150x150.jpg",150,150,true],"medium":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Recoleccion-de-pistachos-en-Castilla-La-Mancha-300x180.jpg",300,180,true],"medium_large":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Recoleccion-de-pistachos-en-Castilla-La-Mancha-768x460.jpg",640,383,true],"large":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Recoleccion-de-pistachos-en-Castilla-La-Mancha.jpg",640,383,false],"1536x1536":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Recoleccion-de-pistachos-en-Castilla-La-Mancha.jpg",1000,599,false],"2048x2048":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Recoleccion-de-pistachos-en-Castilla-La-Mancha.jpg",1000,599,false],"morenews-large":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Recoleccion-de-pistachos-en-Castilla-La-Mancha-825x575.jpg",825,575,true],"morenews-medium":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Recoleccion-de-pistachos-en-Castilla-La-Mancha-590x410.jpg",590,410,true]},"author_info":{"display_name":"admin","author_link":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/author\/admin\/"},"category_info":"<a href=\"https:\/\/agronoticias.es\/de\/category\/allgemein\/\" rel=\"category tag\">Allgemein<\/a>","tag_info":"Allgemein","comment_count":"0","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3696","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3696"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3696\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3698,"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3696\/revisions\/3698"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3697"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3696"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3696"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3696"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}