{"id":3604,"date":"2026-01-16T12:05:18","date_gmt":"2026-01-16T11:05:18","guid":{"rendered":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/?p=3604"},"modified":"2026-01-16T12:05:18","modified_gmt":"2026-01-16T11:05:18","slug":"fachgruppe-obstbau-und-industrieverband-agrar-appellieren-an-die-politik-innovationen-in-der-landwirtschaft-schneller-verfugbar-zu-machen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/fachgruppe-obstbau-und-industrieverband-agrar-appellieren-an-die-politik-innovationen-in-der-landwirtschaft-schneller-verfugbar-zu-machen\/","title":{"rendered":"Fachgruppe Obstbau und Industrieverband Agrar appellieren an die Politik, Innovationen in der Landwirtschaft schneller verf\u00fcgbar zu machen"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Eine strangulierende EU-Regulierung bei der Genehmigung neuer Wirkstoffe und ein \u00fcbertrieben b\u00fcrokratisches Zulassungssystem in Deutschland hemmen den Zugang der Landwirtschaft zu innovativen Pflanzenschutzmitteln \u2013 ein Problem insbesondere f\u00fcr den heimischen Obstbau, den die Politik eigentlich st\u00e4rken wollte. Bei einem gemeinsamen Pressegespr\u00e4ch zum Auftakt der Gr\u00fcnen Woche 2026 in Berlin appellierten die Fachgruppe Obstbau und der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) an die Politik in Deutschland und Europa, ambitionierte Reformideen jetzt konsequent umzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>IVA-Pr\u00e4sident Michael Wagner zeigte sich vorsichtig optimistisch: \u201e2026 kann ein gutes Jahr werden, weil sich in der Politik zunehmend die Erkenntnis durchsetzt, dass jetzt Zeit zum Handeln ist. Doch dazu ist es dringend erforderlich, dass 2026 ein Jahr der Reformen wird. Bei uns in Deutschland, aber auch in Europa. Es ist Zeit, Dinge, die nicht funktionieren, zu ver\u00e4ndern.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Positive Ans\u00e4tze sieht Wagner in \u00c4u\u00dferungen von EU-Kommissar Christophe Hansen, der in seiner Strategie f\u00fcr die Zukunft der europ\u00e4ischen Landwirtschaft davor warnte, dass der rasante Verlust von Pflanzenschutzmitteln die F\u00e4higkeit der EU, sich selbst mit Lebensmitteln zu versorgen, gef\u00e4hrdet. \u201eZwar ist das Problembewusstsein in Br\u00fcssel angekommen\u201c, so Wagner, \u201eaber die Vorschl\u00e4ge zur Entb\u00fcrokratisierung, der so genannte Omnibus, bleiben hinter den Ambitionen zur\u00fcck. Durch den stark gefahrenbasierten Ansatz bei der Bewertung von Substanzen kommen keine neuen innovativen Wirkstoffe mehr nach. Dem Wirkstoffverlust k\u00f6nnen wir nur dadurch begegnen, dass Genehmigungen erst einmal so lange weiter gelten, bis wirksame Alternativen verf\u00fcgbar sind.\u201c Das Prinzip \u201eKein Verbot ohne Alternative!\u201c sei zwar richtig, wichtiger aber sei es, neue Wirkstoffe der Landwirtschaft schneller verf\u00fcgbar zu machen, sagte Wagner.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Vorsitzende der Fachgruppe Obstbau, Claus Schliecker, ist selbst von den Wirkstoffverlusten betroffen und stellte stellvertretend f\u00fcr alle Obstbaubetriebe Deutschlands die inzwischen prek\u00e4re Situation bei der Produktion von \u00c4pfeln, Birnen und Kirschen dar. \u201eZentrale Schaderreger wie die Apfelblutlaus, der Feuerbrand, der Birnenblattsauger oder die Kirschfruchtfliege k\u00f6nnen wir nicht mehr oder nicht mehr ausreichend bek\u00e4mpfen. Damit sind die deutschen Obstbaubetriebe, die fast ausschlie\u00dflich als Familienbetriebe gef\u00fchrt werden, existenziell gef\u00e4hrdet\u201c, so Schliecker. Dar\u00fcber hinaus werde Deutschland immer abh\u00e4ngiger von Obst-Importen aus L\u00e4ndern, in denen der Pflanzenschutz deutlich weniger reglementiert wird. Schon jetzt liegt der Selbstversorgungsgrad f\u00fcr Obst bei nur bei etwa 20 Prozent, betonte Schliecker.<\/p>\n\n\n\n<p>IVA-Pr\u00e4sident Wagner formulierte klare Erwartungen an die Modernisierung des deutschen Zulassungssystems, das aktuell von einer vom Bundeslandwirtschaftsminister eingesetzten Projektgruppe optimiert wird. \u201eEs wird nicht ausreichen, dass einige Verfahren jetzt beschleunigt werden; denn es gibt Webfehler im System, die vom Gesetzgeber behoben werden m\u00fcssen. Wir brauchen eine grundlegende Neuausrichtung mit einer verantwortlichen Zulassungsbeh\u00f6rde \u2013 das kann nur das BVL sein! \u2013 und gleichberechtigten Bewertungsbeh\u00f6rden. Dass eine Bewertungsbeh\u00f6rde, das UBA, ein de facto Veto-Recht hat, ist eine Fehlkonstruktion, die korrigiert geh\u00f6rt.\u201c Quelle und Foto: IVA<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine strangulierende EU-Regulierung bei der Genehmigung neuer Wirkstoffe und ein \u00fcbertrieben b\u00fcrokratisches Zulassungssystem in Deutschland hemmen den Zugang<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":3605,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[34],"tags":[],"class_list":["post-3604","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"featured_image_urls":{"full":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IVIA-Grune-Woche-26.webp",720,720,false],"thumbnail":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IVIA-Grune-Woche-26-150x150.webp",150,150,true],"medium":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IVIA-Grune-Woche-26-300x300.webp",300,300,true],"medium_large":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IVIA-Grune-Woche-26.webp",640,640,false],"large":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IVIA-Grune-Woche-26.webp",640,640,false],"1536x1536":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IVIA-Grune-Woche-26.webp",720,720,false],"2048x2048":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IVIA-Grune-Woche-26.webp",720,720,false],"morenews-large":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IVIA-Grune-Woche-26-720x575.webp",720,575,true],"morenews-medium":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IVIA-Grune-Woche-26-590x410.webp",590,410,true]},"author_info":{"display_name":"admin","author_link":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/author\/admin\/"},"category_info":"<a href=\"https:\/\/agronoticias.es\/de\/category\/allgemein\/\" rel=\"category tag\">Allgemein<\/a>","tag_info":"Allgemein","comment_count":"0","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3604","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3604"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3604\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3606,"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3604\/revisions\/3606"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3605"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3604"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3604"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3604"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}