{"id":3260,"date":"2025-08-19T10:53:34","date_gmt":"2025-08-19T08:53:34","guid":{"rendered":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/?p=3260"},"modified":"2025-08-19T10:53:35","modified_gmt":"2025-08-19T08:53:35","slug":"augen-auf-bei-nicht-bestelltem-saatgut-moglichst-den-behorden-melden-und-im-hausmull-entsorgen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/augen-auf-bei-nicht-bestelltem-saatgut-moglichst-den-behorden-melden-und-im-hausmull-entsorgen\/","title":{"rendered":"\u201eAugen auf\u201c bei nicht bestelltem Saatgut: M\u00f6glichst den Beh\u00f6rden melden und im Hausm\u00fcll entsorgen"},"content":{"rendered":"\n<p> <\/p>\n\n\n\n<p>Am Flughafen Frankfurt wurden in diesem Jahr bei Kontrollen der Pflanzengesundheitsinspektion bis Anfang Juni bereits ca. 65.000 Sendungen mit kleinen Saatgutt\u00fctchen aus China wegen fehlender Pflanzengesundheitszeugnisse entdeckt und zur\u00fcckgeschickt. Bei den Sendungen handelte es sich laut des Pflanzenschutzdienst Hessen \u00fcberwiegend um nicht bestelltes Saatgut. Die Sendungen werden h\u00e4ufig falsch deklariert und um Zollkontrollen zu umgehen, wird die Deklaration regelm\u00e4\u00dfig ge\u00e4ndert (z. B. Gru\u00dfkarte aus Papier, Ohrring, Wohndekoration). Andere Bundesl\u00e4nder sind von solchen Sendungen kaum betroffen. Hessen scheint wegen des internationalen Flughafens und Postzentrums besonders von der \u201eneuen Masche\u201c betroffen zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIm ersten Moment mag so ein T\u00fctchen harmlos wirken: Auch wenn man es nicht bestellt hat, freut man sich \u00fcber die Gratis-Probe und erw\u00e4gt vielleicht die Aussaat im heimischen Garten\u201c, sagt Dr. Bernhard C. Sch\u00e4fer vom Julius K\u00fchn-Institut. Aber genau davor warnt der Experte f\u00fcr Pflanzengesundheit im Schulterschluss mit den Pflanzenschutzdiensten der Bundesl\u00e4nder und dem Bundesministerium f\u00fcr Landwirtschaft, Ern\u00e4hrung und Heimat (BMLEH).<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eVon solchem unbekannten Saatgut geht eine Gefahr f\u00fcr unsere Natur, das urbane Gr\u00fcn mit G\u00e4rten und Parks und sogar die Landwirtschaft aus. Denn es kann sich dabei um invasive Arten handeln, die sich unkontrolliert ausbreiten und heimische Pflanzen verdr\u00e4ngen. Das Saatgut kann au\u00dferdem von Krankheiten und Sch\u00e4dlingen befallen sein\u201c, sagt Sch\u00e4fer.<\/p>\n\n\n\n<p>Die dringende Empfehlung an die Verbraucherinnen und Verbraucher ist daher, sofern unbestellte Samen eintreffen, sollten diese nicht ausges\u00e4t und m\u00f6glichst im Hausm\u00fcll entsorgt werden, keinesfalls \u00fcber den Kompost oder die Biotonne. Bei privaten Bestellungen von Saatgut im Internet sollte darauf geachtet werden, woher das Saatgut geliefert wird und ob ggf. die pflanzengesundheitlichen Einfuhranforderungen erf\u00fcllt sind. Saatgutlieferanten au\u00dferhalb der EU m\u00fcssen ihre Online-Kunden hierzu aufkl\u00e4ren, siehe dazu https:\/\/youtu.be\/rqmF-BMoKCc .<\/p>\n\n\n\n<p>Hintergrund<\/p>\n\n\n\n<p>Unbestellte Saatgutsendungen aus China sind kein neues Ph\u00e4nomen. \u00c4hnliche Vorkommnisse gab es bereits 2020. Die Motivation hinter den Saatgutsendungen ist unklar. Wie schon im Sommer 2020 gemutma\u00dft, handelt es sich wahrscheinlich um einen so genannten \u201ebrushing scam\u201c. Dies wurde k\u00fcrzlich auch in einem Artikel der Zeitschrift GEO \u00fcber die Vorkommnisse in 2020 dargelegt (Heft 07\/2025, S. 68-84). Deutschland hat diese F\u00e4lle auf EU-Ebene in verschiedenen Gremien angesprochen, wobei sich zeigte, dass auch andere Mitgliedstaaten betroffen sind. Das Fehlen des Pflanzengesundheitszeugnisses und die Falschdeklarationen stellen ein gro\u00dfes Risiko f\u00fcr die Pflanzengesundheit in der gesamten EU dar. Daher war man sich auf EU-Ebene einig, China \u00fcber die Vorf\u00e4lle zu unterrichten und die Einhaltung der zoll- und pflanzengesundheitlichen Bestimmungen einzufordern. Quelle und Foto: JKI<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Flughafen Frankfurt wurden in diesem Jahr bei Kontrollen der Pflanzengesundheitsinspektion bis Anfang Juni bereits ca. 65.000 Sendungen<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":3262,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[34],"tags":[],"class_list":["post-3260","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"featured_image_urls":{"full":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Saatgut-China-jki.jpg",700,525,false],"thumbnail":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Saatgut-China-jki-150x150.jpg",150,150,true],"medium":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Saatgut-China-jki-300x225.jpg",300,225,true],"medium_large":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Saatgut-China-jki.jpg",640,480,false],"large":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Saatgut-China-jki.jpg",640,480,false],"1536x1536":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Saatgut-China-jki.jpg",700,525,false],"2048x2048":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Saatgut-China-jki.jpg",700,525,false],"morenews-large":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Saatgut-China-jki.jpg",700,525,false],"morenews-medium":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Saatgut-China-jki-590x410.jpg",590,410,true]},"author_info":{"display_name":"admin","author_link":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/author\/admin\/"},"category_info":"<a href=\"https:\/\/agronoticias.es\/de\/category\/allgemein\/\" rel=\"category tag\">Allgemein<\/a>","tag_info":"Allgemein","comment_count":"0","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3260","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3260"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3260\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3263,"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3260\/revisions\/3263"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3262"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3260"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3260"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3260"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}