{"id":3188,"date":"2025-07-29T17:14:03","date_gmt":"2025-07-29T15:14:03","guid":{"rendered":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/?p=3188"},"modified":"2025-07-29T17:15:30","modified_gmt":"2025-07-29T15:15:30","slug":"konsumklima-erholung-lasst-weiter-auf-sich-warten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/konsumklima-erholung-lasst-weiter-auf-sich-warten\/","title":{"rendered":"Konsumklima: Erholung l\u00e4sst weiter auf sich warten"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Wie bereits im Vormonat pr\u00e4sentiert sich die Verbraucherstimmung in Deutschland auch im Juli ohne klaren Trend. Die Einkommenserwartung legt zum wiederholten Male zu und die Konjunkturaussichten tr\u00fcben sich sp\u00fcrbar ein. Auch die Anschaffungsneigung erleidet Verluste, w\u00e4hrend die Sparneigung ihren Aufw\u00e4rtstrend fortsetzt. Der Konsumklima-Indikator prognostiziert f\u00fcr August 2025 im Vergleich zum Vormonat (-20,3 Z\u00e4hler) einen R\u00fcck-gang um 1,2 Z\u00e4hler auf -21,5 Punkte. Dies zeigen die aktuellen Ergebnisse des GfK Konsumklimas powered by NIM. Es wird seit Oktober 2023 gemeinsam von NIQ\/GfK und dem N\u00fcrnberg Institut f\u00fcr Marktentscheidungen (NIM), Gr\u00fcnder der GfK, herausgegeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben der sinkenden Konsumneigung ist vor allem die anhaltend steigende Sparneigung daf\u00fcr verantwortlich, dass das Konsumklima zum zweiten Mal in Folge Einbu\u00dfen hinnehmen muss. Der Sparindikator steigt im Juli um 2,5 Z\u00e4hler auf 16,4 Punkte \u2013 und damit zum dritten Mal in Folge. Dies ist der h\u00f6chste Wert seit fast eineinhalb Jahren. Zuletzt wurde im Februar 2024 mit 17,4 Punkten ein h\u00f6herer Wert gemessen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie Erholung der Konsumstimmung l\u00e4sst weiter auf sich warten, auch deshalb, weil die Sparneigung wiederholt angestiegen ist,\u201c erkl\u00e4rt Rolf B\u00fcrkl, Head of Consumer Climate beim NIM. \u201eDie Verbraucher halten es mehrheitlich nach wie vor f\u00fcr ratsam, das Geld eher zur\u00fcckzuhalten und nicht f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Anschaffungen zu verwenden. Aus unseren tiefergehenden Analysen wissen wir, dass eine generelle Unsicherheit, das Bed\u00fcrfnis, f\u00fcr schwierige Situationen vorzusorgen sowie die hohen Preise, speziell f\u00fcr Nahrungsmittel, die zentralen Motive daf\u00fcr sind. Daher wird es f\u00fcr eine nachhaltige Erholung der Konsumstimmung auch darauf ankommen, die Verunsicherung abzubauen und damit auch f\u00fcr mehr Planungssicherheit zu sorgen. Dann werden die Konsumenten auch wieder eher bereit sein, Geld f\u00fcr Anschaffungen auszugeben.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die Einkommenserwartungen bleiben auf Erholungskurs<\/p>\n\n\n\n<p>Die Einkommenserwartungen der deutschen Verbraucher f\u00fcr die kommenden 12 Monate setzen auch im Juli ihren deutlichen Aufw\u00e4rtstrend fort. Das Plus von 2,4 Z\u00e4hlern im Juli ist bereits der f\u00fcnfte Anstieg in Folge. Mit aktuell 15,2 Punkten hat der Einkommensindikator zudem ein 12-Monats-Hoch erreicht. Zuletzt wurde im Juli 2024 mit 19,7 Z\u00e4hlern ein besserer Wert gemessen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Verbraucher gehen offenbar davon aus, dass sich die reale Einkommensposition ihres Haushalts, d.h. ihre Kaufkraft, auch in den kommenden Monaten verbessern wird. Dazu tr\u00e4gt neben den soli-den Tarifabschl\u00fcssen und Rentenerh\u00f6hungen auch eine moderate Inflationsrate bei: Diese ist zuletzt auf 2,0 Prozent gesunken, was exakt dem Zielwert der Europ\u00e4ischen Zentralbank (EZB) entspricht.<\/p>\n\n\n\n<p>Anschaffungsneigung mit Verlusten<\/p>\n\n\n\n<p>Von den verbesserten Einkommensaussichten kann die Anschaffungsneigung in diesem Monat jedoch nicht profitieren. Sie verliert 3 Z\u00e4hler und sinkt auf -9,2 Punkte. Ein niedrigerer Wert wurde zuletzt mit -11,1 Punkten im Februar dieses Jahres gemessen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Konsumenten bleiben bei gr\u00f6\u00dferen Anschaffungen \u2013 trotz verbesserter Einkommensaussichten \u2013 also nach wie vor zur\u00fcckhaltend. Fehlende Planungssicherheit aufgrund der anhaltend starken Verunsicherung l\u00e4sst sie bislang bei Ausgaben noch vorsichtig bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Konjunkturerwartungen erleben herben R\u00fcckschlag<\/p>\n\n\n\n<p>Im Gegensatz zu den Einkommensaussichten m\u00fcssen die Konjunkturerwartungen im Juli \u2013 nach vorher f\u00fcnf Anstiegen in Folge \u2013 einen herben R\u00fcckschlag hinnehmen. Der Indikator verliert 10 Z\u00e4hler und halbiert sich damit von 20,1 Punkten auf 10,1 Punkte. Im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Vorjahres betr\u00e4gt das Plus nur noch 0,3 Punkte.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit haben die Hoffnungen auf eine konjunkturelle Erholung noch in diesem Jahr einen deutlichen D\u00e4mpfer erhalten. Die nach wie vor bestehende Verunsicherung der Konsumenten l\u00e4sst den Konjunkturoptimismus schwinden. Au\u00dferdem schwebt weiterhin das Damoklesschwert der Zollpolitik der USA \u00fcber den Konsumenten. Quelle und Foto: NIQ\/GfK<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie bereits im Vormonat pr\u00e4sentiert sich die Verbraucherstimmung in Deutschland auch im Juli ohne klaren Trend. 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