{"id":2426,"date":"2024-08-06T10:03:23","date_gmt":"2024-08-06T08:03:23","guid":{"rendered":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/?p=2426"},"modified":"2024-08-06T10:03:24","modified_gmt":"2024-08-06T08:03:24","slug":"massive-schaden-im-brandenburger-obstbau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/massive-schaden-im-brandenburger-obstbau\/","title":{"rendered":"Massive Sch\u00e4den im Brandenburger Obstbau"},"content":{"rendered":"\n<p>Der vergangene April mit Nachttemperaturen von bis zu minus 7 \u00b0C in mehreren N\u00e4chten hat gravierende Spuren in den sehr verfr\u00fcht ausgetriebenen Obstbl\u00fcten hinterlassen und zu Ausf\u00e4llen von 70 \u2013 100% gef\u00fchrt. Angesichts der zunehmenden H\u00e4ufigkeit und Intensit\u00e4t solcher klimatischen Wetterereignisse fordert der Gartenbauverband Berlin-Brandenburg e.V. dringend politische Unterst\u00fctzung und Ma\u00dfnahmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Situation f\u00fcr viele Brandenburger Obstbetriebe mit hohem Baumobstanteil ist sehr ernst. Diesen Unternehmen fehlen vollst\u00e4ndig ihre Einnahmen, zumal bereits diverse Kosten f\u00fcr Baumschnitt sowie erste D\u00fcngungen und Pflegema\u00dfnahmen entstanden sind. Hinzu kommen drohende Vertragsstrafen, wenn zuvor ausgehandelte Liefermengen der Obstbetriebe mit dem Handel nicht eingehalten werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Einige Apfelbetriebe haben 80 \u2013 95 % weniger Fr\u00fcchte. Die noch am Baum verbliebenen Fr\u00fcchte haben einen frostbedingten Schorfring entwickelt und sind so nicht mehr als Tafelobst vermarktbar. Andere wenige \u00c4pfel wurden besser vom Baum versorgt, sind deutlich gr\u00f6\u00dfer und k\u00f6nnen somit nur noch als Mostobst und damit zu einem deutlich geringeren Preis in den Handel gelangen. Die ohnehin kaum vorhandenen Kirschen wurden von den Staren weiter dezimiert oder durch den Regen zum Platzen gebracht. Obstbetriebe, die sonst 7-14 Tonnen Kirschen ernten, kamen in diesem Jahr nur 180 kg. Bei Pflaumen h\u00e4lt sich der Schaden mit \u201enur\u201c etwa 50% in Grenzen, aber auch hier kommt es durch den Frost zu Deformationen. Aronia und Johannisbeeren sind zu 90 bis 100 % gesch\u00e4digt. Der Einnahmeausfall liegt allein hier bei bis zu 1,2 Millionen Euro. Beim Weinbau bewegen sich die Sch\u00e4den durch Frost im Bereich von 80-100 %.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Gartenbauverband appelliert daher an die politischen Entscheidungstr\u00e4ger, folgende umfassende Ma\u00dfnahmen zum Erhalt des Obstgartenanbaus in Brandenburg zu ergreifen: Mit den finanziellen Soforthilfen m\u00fcssen gesch\u00e4digte Betriebe schnell und unb\u00fcrokratisch unterst\u00fctzt werden, um Betriebsaufgaben zu verhindern und die unmittelbaren finanziellen Belastungen zu mildern. Auf Initiative des Gartenbauverbandes wurden insgesamt sieben Millionen Euro Entsch\u00e4digungszahlungen in Aussicht gestellt. Der Entwurf f\u00fcr diese Billigkeitsrichtlinie wurde am 29.Juli 2024 fertig gestellt, so dass dieses Jahr drei Millionen Euro, ab 2025 noch einmal vier Millionen Euro an die gesch\u00e4digten Betriebe ausgezahlt werden k\u00f6nnten. Antragsberechtigt sind Unternehmen, die dieses Jahr 30 % Umsatzeinbu\u00dfen durch Frostsch\u00e4den im Vergleich zu den letzten drei bis f\u00fcnf Betriebsjahren hatten. Erstattet w\u00fcrden dann bis zu 80 % dieser Einbu\u00dfen. Die Antragstellung wird ab September m\u00f6glich sein, das Fristende ist im Oktober.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWir erwarten von allen Entscheidungstr\u00e4gern, dass diese Zusagen auch nach der Landtagswahl gelten\u201c, fordert Dr. Klaus Henschel, Pr\u00e4sident des Gartenbauverbandes Berlin-Brandenburg e.V. nachdr\u00fccklich. Der Schaden durch Frost liege in Berlin-Brandenburg bei 15-16 Millionen Euro und es sei davon auszugehen, dass die sieben Millionen Entsch\u00e4digungszahlungen vollst\u00e4ndig ausgesch\u00f6pft werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Dar\u00fcber hinaus braucht es auch stetige Versicherungsl\u00f6sungen um obstanbauende Betriebe in Brandenburg am Leben zu erhalten. \u201eAngesichts des bestehenden Szenarios ist es erkl\u00e4rtes Ziel des Gartenbauverbandes Berlin-Brandenburg e.V., die einzelbetriebliche Risikovorsorge durch eine Mehrgefahrenversicherung mit staatlicher Anteilsfinanzierung zu unterst\u00fctzen\u201c, so Dr. Klaus Henschel weiter. Das Konzept der Mehrgefahrenversicherung hilft, die Wettbewerbsverzerrungen im EU-Binnenmarkt abzumildern, die u.a. durch eine deutliche F\u00f6rderung der Versicherungspr\u00e4mien in vielen Mitgliedstaaten entstanden war. Ziel ist eine staatliche Zuwendung zur Klima-Risiko-Versicherung von 50 %, die beispielsweise zur H\u00e4lfte vom Bund und zur H\u00e4lfte von den L\u00e4ndern getragen wird, und die g\u00e4rtnerischen Kulturen Obst, Gem\u00fcse, Zierpflanzen, Stauden und Geh\u00f6lze absichert, \u2013 am besten als bundeseinheitliche L\u00f6sung. Nur so kann unsere regionale Produktion in Brandenburg bei h\u00f6chsten Standards gesichert und im Wettbewerb konkurrenzf\u00e4hig bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eAu\u00dferdem fordern wir als Gartenbauverband Berlin-Brandenburg e.V. verst\u00e4rkte Investitionen in die Forschung zur Entwicklung frostresistenter Obstsorten sowie innovativer Technologien, die den Schutz unserer Pflanzen verbessern k\u00f6nnen\u201c, f\u00fchrt Dr. Klaus Henschel weiter aus. Zudem m\u00fcssten langfristige Strategien zur Anpassung des Gartenbaus an die klimatischen Ver\u00e4nderungen, einschlie\u00dflich der F\u00f6rderung nachhaltiger Anbaumethoden und Infrastrukturma\u00dfnahmen entwickelt und unterst\u00fctzt werden. Quelle und Foto &#8211; gartenbau bb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der vergangene April mit Nachttemperaturen von bis zu minus 7 \u00b0C in mehreren N\u00e4chten hat gravierende Spuren in<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2427,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[34],"tags":[],"class_list":["post-2426","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"featured_image_urls":{"full":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/cereza-bb.jpg",1114,623,false],"thumbnail":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/cereza-bb-150x150.jpg",150,150,true],"medium":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/cereza-bb-300x168.jpg",300,168,true],"medium_large":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/cereza-bb-768x430.jpg",640,358,true],"large":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/cereza-bb-1024x573.jpg",640,358,true],"1536x1536":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/cereza-bb.jpg",1114,623,false],"2048x2048":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/cereza-bb.jpg",1114,623,false],"morenews-large":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/cereza-bb-825x575.jpg",825,575,true],"morenews-medium":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/cereza-bb-590x410.jpg",590,410,true]},"author_info":{"display_name":"admin","author_link":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/author\/admin\/"},"category_info":"<a href=\"https:\/\/agronoticias.es\/de\/category\/allgemein\/\" rel=\"category tag\">Allgemein<\/a>","tag_info":"Allgemein","comment_count":"0","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2426","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2426"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2426\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2428,"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2426\/revisions\/2428"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2427"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2426"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2426"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2426"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}