{"id":2388,"date":"2024-07-18T10:22:55","date_gmt":"2024-07-18T08:22:55","guid":{"rendered":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/?p=2388"},"modified":"2024-07-18T10:22:56","modified_gmt":"2024-07-18T08:22:56","slug":"ursula-von-der-leyens-erste-rede-vor-dem-neuen-eu-parlament-wir-erwarten-worte-und-taten-fur-die-landwirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/ursula-von-der-leyens-erste-rede-vor-dem-neuen-eu-parlament-wir-erwarten-worte-und-taten-fur-die-landwirtschaft\/","title":{"rendered":"Ursula von der Leyens erste Rede vor dem neuen EU-Parlament: Wir erwarten Worte und Taten f\u00fcr die Landwirtschaft!"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Landwirtschaft hat bei den Europawahlen eine wichtige Rolle gespielt, wurde von den Kandidatinnen und Kandidaten h\u00e4ufig erw\u00e4hnt und in den Parteiprogrammen hervorgehoben. Von den Erfahrungen mit der Strategie \u201eVom Hof auf den Tisch\u201c \u00fcber die Krisen, die Europa ersch\u00fcttert haben, bis hin zu den gro\u00dfen Bauernprotesten Anfang des Jahres hat sich ein Konsens herauskristallisiert: Die Landwirtschaft ist eine der drei S\u00e4ulen der strategischen Autonomie der EU, neben Energie und Verteidigung. Die Art und Weise, wie die EU diese drei kritischen Bereiche in den n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahren angeht, wird f\u00fcr ihre Zukunft entscheidend sein.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend der letzten Legislaturperiode haben COPA und COGECA h\u00e4ufig vor der eher absch\u00e4tzigen Haltung der Kommission gegen\u00fcber der Landwirtschaft gewarnt. Wir freuen uns daher, dass diese strategische Vision heute im Vordergrund steht. Besonders ermutigend ist das verst\u00e4rkte Interesse der Fraktionen am Vorsitz des Landwirtschaftsausschusses und an der Rolle des Kommissars f\u00fcr Landwirtschaft. Dies steht in krassem Gegensatz zum Stand der Diskussionen im gleichen Zeitraum im Jahr 2019!<\/p>\n\n\n\n<p>Um es noch einmal zu betonen: Die europ\u00e4ische Landwirtschaft ist ein unglaublich relevantes Thema im Schnittpunkt aller wichtigen EU-Priorit\u00e4ten. Ob es um Ern\u00e4hrungssicherheit, den Kampf gegen den Klimawandel und den Biodiversit\u00e4tsverlust, die Kohlenstoffbindung, die F\u00f6rderung der Bio\u00f6konomie und Kreislaufwirtschaft, erneuerbare Energien, die Entwicklung des l\u00e4ndlichen Raums oder unsere Handelspolitik geht, alles ist mit der Landwirtschaft verbunden. Als ob die neu gew\u00e4hlten politischen Entscheidungstr\u00e4gerinnen und -tr\u00e4ger daran erinnert werden m\u00fcssten, dass unser Agrarmodell mit seiner gro\u00dfen Vielfalt und dem robusten Modell der Familienbetriebe einen wertvollen Vorteil darstellt, den wir unbedingt st\u00e4rken m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Obwohl unsere Landwirtschaft von wesentlicher und strategischer Bedeutung ist, bleibt sie anf\u00e4llig. Die mittelfristigen Herausforderungen, vor denen sie stehen wird, sind existenziell. Wie k\u00f6nnen wir den notwendigen \u00dcbergang zu mehr Klima- und Umweltschutz f\u00f6rdern und gleichzeitig die Wettbewerbsf\u00e4higkeit unserer Landwirtschaft erhalten? Wie k\u00f6nnen wir die Kreislauff\u00e4higkeit unserer Landwirtschaft mit der Nutztierhaltung in Einklang bringen? Wie werden wir unsere Innovationsf\u00e4higkeit in Bereichen wie NGT, biologische Sch\u00e4dlingsbek\u00e4mpfung, Wasserbewirtschaftung und D\u00fcngung erhalten? Wie k\u00f6nnen wir unsere strategische Autonomie in einem zunehmend komplexen und herausfordernden geopolitischen Kontext st\u00e4rken? Unsere F\u00e4higkeit, diese Fragen zu beantworten, wird dar\u00fcber entscheiden, ob wir in der Lage sind, den dringend notwendigen Generationswechsel zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend die Landwirtschaft derzeit im Rampenlicht steht, ist eine gewisserma\u00dfen paradoxe Situation eingetreten. Trotz der von den politischen Parteien w\u00e4hrend des Wahlkampfes ge\u00e4u\u00dferten Absichten haben wir noch keine \u00fcberzeugenden und innovativen politischen Antworten auf die Schwierigkeiten und Sorgen, die w\u00e4hrend der Proteste der Landwirte aufgeworfen wurden, gesehen. Der Pr\u00e4sidentin der Europ\u00e4ischen Kommission, Ursula von der Leyen, ist es gelungen, kurzfristige Antworten zu geben, indem sie Vereinfachungen f\u00fcr die neue GAP vorgeschlagen und mit der Einf\u00fchrung des strategischen Dialogs \u00fcber die Zukunft der EU-Landwirtschaft eine ehrgeizige Grundlagenarbeit angesto\u00dfen hat. Dies ist zu begr\u00fc\u00dfen. Wir erwarten aber weitere Worte und Taten f\u00fcr die Landwirtschaft in der kommenden Legislaturperiode!<\/p>\n\n\n\n<p>Deshalb werden wir die Rede von Ursula von der Leyen am Donnerstag vor den neu versammelten Parlamentarierinnen und Parlamentariern in Stra\u00dfburg genau verfolgen. Wir gehen davon aus, dass sie, \u00e4hnlich wie bei ihrer letzten Rede zur Lage der Union im Jahr 2023, einen besonderen Schwerpunkt auf landwirtschaftliche Themen legen und die ersten wichtigen Meilensteine vorstellen wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Unserer Ansicht nach sind bestimmte Elemente f\u00fcr die Wiederherstellung einer strategischen Vision f\u00fcr unsere Landwirtschaft unerl\u00e4sslich. Zum gegenw\u00e4rtigen Zeitpunkt w\u00fcnschen sich die europ\u00e4ischen Landwirtinnen und Landwirte sowie Genossenschaften eine Best\u00e4tigung bestimmter im Wahlkampf gemachter Zusagen, vor allem in Bezug auf die Mittelzuweisung und den Umfang des EU-Haushalts f\u00fcr die Landwirtschaft. Wir k\u00f6nnen von den Landwirtinnen und Landwirten nicht erwarten, dass sie mehr tun, w\u00e4hrend wir sie \u00fcber die Finanzierung unserer Gemeinschaftsziele im Unklaren lassen. In dieser Hinsicht w\u00e4re es eine verpasste Gelegenheit, die f\u00fcr die Absatzf\u00f6rderungspolitik bereitgestellten Mittel zu k\u00fcrzen, da sie eine der bemerkenswerten Erfolgsgeschichten der EU ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir brauchen mehr politische Koh\u00e4renz, insbesondere zwischen unseren Umweltambitionen im Binnenmarkt und unserer Handelspolitik. In dieser Hinsicht w\u00e4re jedes Vorantreiben des EU-Mercosur-Abkommens in der fr\u00fchen Phase des Mandats ein negatives politisches Signal. Was die Ukraine betrifft, so m\u00fcssen wir zwar ihre Kriegsanstrengungen unterst\u00fctzen, aber die Landwirtinnen und Landwirte in der EU sollten nicht einen Teil der Last der Handelsliberalisierung oder einer m\u00f6glichen Erweiterung tragen m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Von entscheidender Bedeutung ist auch, dass die 2024 eingeleiteten Evaluierungs- und Vereinfachungsbem\u00fchungen fortgesetzt werden, angefangen zum Beispiel mit der \u00e4u\u00dferst komplexen und praxisuntauglichen Verordnung \u00fcber Entwaldung.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf dieser klaren Grundlage und mit der Unterst\u00fctzung eines Landwirtschaftskommissars, dem im k\u00fcnftigen Kollegium eine Schl\u00fcsselrolle zukommt, k\u00f6nnen wir eine Reihe neuer Reformen in Betracht ziehen, um insbesondere die Position der Landwirtinnen und Landwirte in der Wertsch\u00f6pfungskette (mit einer Richtlinie \u00fcber unlautere Handelspraktiken 2.0) und den Generationswechsel in der Landwirtschaft zu verbessern. Wir k\u00f6nnten europ\u00e4ische Strategien in Schl\u00fcsselbereichen wie Viehzucht, D\u00fcngemittel oder Wasser voranbringen. Schlie\u00dflich muss den landwirtschaftlichen Genossenschaften neue Aufmerksamkeit geschenkt werden, denn sie sind zentrale Akteure des Wandels, wurden aber bisher in den meisten Debatten und in den Fahrpl\u00e4nen der Fraktionen \u00fcbersehen!<\/p>\n\n\n\n<p>Die kommenden Monate werden entscheidend daf\u00fcr sein, dass die Absichten der Wahlkampagnen in starke und konkrete Ma\u00dfnahmen umgesetzt werden. Da die Ernten 2024 sich bereits jetzt als Herausforderung erweisen, sind die Erwartungen in Bezug auf die Umsetzung f\u00fcr den gesamten Berufsstand sehr hoch!<\/p>\n\n\n\n<p>Christiane Lambert, Copa-Pr\u00e4sidentin<\/p>\n\n\n\n<p>Lennart Nilsson, Cogeca-Pr\u00e4sident<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Landwirtschaft hat bei den Europawahlen eine wichtige Rolle gespielt, wurde von den Kandidatinnen und Kandidaten h\u00e4ufig erw\u00e4hnt<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2389,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[34],"tags":[],"class_list":["post-2388","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"featured_image_urls":{"full":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Copa-Cogeca-logo.png",390,115,false],"thumbnail":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Copa-Cogeca-logo-150x115.png",150,115,true],"medium":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Copa-Cogeca-logo-300x88.png",300,88,true],"medium_large":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Copa-Cogeca-logo.png",390,115,false],"large":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Copa-Cogeca-logo.png",390,115,false],"1536x1536":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Copa-Cogeca-logo.png",390,115,false],"2048x2048":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Copa-Cogeca-logo.png",390,115,false],"morenews-large":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Copa-Cogeca-logo.png",390,115,false],"morenews-medium":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Copa-Cogeca-logo.png",390,115,false]},"author_info":{"display_name":"admin","author_link":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/author\/admin\/"},"category_info":"<a href=\"https:\/\/agronoticias.es\/de\/category\/allgemein\/\" rel=\"category tag\">Allgemein<\/a>","tag_info":"Allgemein","comment_count":"0","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2388","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2388"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2388\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2390,"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2388\/revisions\/2390"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2389"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2388"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2388"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2388"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}