{"id":2301,"date":"2024-06-10T16:45:09","date_gmt":"2024-06-10T14:45:09","guid":{"rendered":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/?p=2301"},"modified":"2024-06-10T16:45:56","modified_gmt":"2024-06-10T14:45:56","slug":"verbande-sehen-kartoffelanbau-bedroht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/verbande-sehen-kartoffelanbau-bedroht\/","title":{"rendered":"Verb\u00e4nde sehen Kartoffelanbau bedroht"},"content":{"rendered":"\n<p> <\/p>\n\n\n\n<p> <\/p>\n\n\n\n<p>Der Deutsche Bauernverband e.V. und die Union der deutschen Kartoffelwirtschaft e.V. warnen davor, dass zunehmende F\u00e4lle von Kraut- und Knollenf\u00e4ule in Europa den Anbau von, die Versorgung mit und die Wertsch\u00f6pfung aus Kartoffeln gef\u00e4hrden.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie Gefahr massiver Krautf\u00e4ule-Ausbr\u00fcche ist so gro\u00df, wie schon lange nicht mehr\u201c, betont Olaf Feuerborn, Vorstandsvorsitzender der Union der Deutschen<\/p>\n\n\n\n<p>Kartoffelwirtschaft e.V. (UNIKA) sowie Vorsitzender des Fachausschusses Kartoffeln im Deutschen Bauernverband e.V. (DBV). In j\u00fcngerer Zeit ist es insbesondere in D\u00e4nemark und den Niederlanden zu regelrechten Krautf\u00e4ule-Epidemien mit erheblichen wirtschaftlichen Sch\u00e4den gekommen. Hoher Krankheitsdruck und die wiederholte Anwendung einer ohnehin bereits stark eingeschr\u00e4nkten Auswahl an Pflanzenschutzmitteln in Verbindung mit reduzierten Aufwandsmengen resultierten in einer erzwungenen Vernachl\u00e4ssigung des notwendigen Resistenzmanagements.<\/p>\n\n\n\n<p>Feucht-warme Witterungsbedingungen, wie wir sie in den meisten Regionen erleben, f\u00f6rdern das Wachstum des Pilzes ganz besonders. \u201eDem gilt es wirksam und zeitnah gegenzusteuern. Unsere Kartoffelbauern m\u00fcssen auch k\u00fcnftig in die Lage versetzt werden, ihre Feldbest\u00e4nde gesund zu erhalten, um die beliebten Knollen f\u00fcr alle Verwertungsrichtungen bereitstellen zu k\u00f6nnen. Eine Wiederholung der Fehler unserer Nachbarl\u00e4nder k\u00f6nnen wir uns nicht leisten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kraut- und Knollenf\u00e4ule ist die bedeutendste Krankheit bei Kartoffeln und wird durch den aggressiven Pilz Phytophthora infestans ausgel\u00f6st. Dieser bef\u00e4llt sowohl das Laub als auch die Knollen und kann innerhalb weniger Tage ganze Ernten vernichten. Das f\u00fchrte Mitte des 19. Jahrhunderts in Irland zu Hungern\u00f6ten.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute ist der anpassungsf\u00e4hige Pilz in einigen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern wieder auf dem Vormarsch, denn er entwickelt schnell Resistenzen gegen Fungizide und kann in den Kartoffelsorten vorhandene Resistenzgene \u00fcberwinden. Dadurch gehen wertvolle Werkzeuge f\u00fcr ein wirkungsvolles Krautf\u00e4ule-Management verloren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Verb\u00e4nde UNIKA und DBV unterst\u00fctzen daher den am 30. Mai 2024, dem<\/p>\n\n\n\n<p>1. Internationalen Tag der Kartoffel, von der Europ\u00e4ischen Kartoffelallianz verk\u00fcndeten Aufruf f\u00fcr einen EU-Aktionsplan gegen Kraut- und Knollenf\u00e4ule (Link). Dieser richtet sich sowohl an die Akteure entlang der Wertsch\u00f6pfungskette Kartoffeln als auch an Entscheider in Politik, Beh\u00f6rden, Beratung und Forschung. Unterteilt in kurz- und mittelfristige Ma\u00dfnahmen enth\u00e4lt er Handlungsweisen, Empfehlungen sowie Forderungen f\u00fcr die Bereiche Forschung, Z\u00fcchtung, Beratung, Monitoring, integrierter Pflanzenschutz und Agrarpolitik<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEs muss gelingen, die europaweit rasche Ausbreitung neuer, besonders aggressiver Pilzst\u00e4mme von Phytophthora infestans sowie die weitere Entwicklung von Resistenzen bei Wirkstoffen und Kartoffelsorten zu verhindern. Der Werkzeugkasten muss wieder gef\u00fcllt werden\u201c, so Feuerborn. \u201eDaf\u00fcr braucht es ein gemeinsames, stufen- und l\u00e4nder\u00fcbergreifendes Zusammenwirken sowie den Schulterschluss mit nationalen und europ\u00e4ischen Beh\u00f6rden, um L\u00f6sungen zu erarbeiten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Zukunftsweisende Phytophthora-Strategien im Rahmen des integrierten Pflanzenschutzes beinhalten nicht nur vorbeugende phytosanit\u00e4re Ma\u00dfnahmen zum Schutz vor Infektionen, sondern gleicherma\u00dfen wirksame fungizide Pflanzenschutzprodukte ebenso wie Kartoffelsorten mit robusten Resistenzeigenschaften.<\/p>\n\n\n\n<p>Nur die abgestimmte Kombination dieser Faktoren erm\u00f6glicht es, die Pflanzen zu sch\u00fctzen und gleichzeitig die Resistenzeigenschaften und fungiziden Wirkmechanismen zu erhalten. Quelle Unika<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Deutsche Bauernverband e.V. und die Union der deutschen Kartoffelwirtschaft e.V. warnen davor, dass zunehmende F\u00e4lle von Kraut-<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2303,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[34],"tags":[],"class_list":["post-2301","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"featured_image_urls":{"full":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Kartoffelfaule-Unika.webp",450,338,false],"thumbnail":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Kartoffelfaule-Unika-150x150.webp",150,150,true],"medium":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Kartoffelfaule-Unika-300x225.webp",300,225,true],"medium_large":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Kartoffelfaule-Unika.webp",450,338,false],"large":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Kartoffelfaule-Unika.webp",450,338,false],"1536x1536":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Kartoffelfaule-Unika.webp",450,338,false],"2048x2048":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Kartoffelfaule-Unika.webp",450,338,false],"morenews-large":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Kartoffelfaule-Unika.webp",450,338,false],"morenews-medium":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Kartoffelfaule-Unika.webp",450,338,false]},"author_info":{"display_name":"admin","author_link":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/author\/admin\/"},"category_info":"<a href=\"https:\/\/agronoticias.es\/de\/category\/allgemein\/\" rel=\"category tag\">Allgemein<\/a>","tag_info":"Allgemein","comment_count":"0","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2301","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2301"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2301\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2306,"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2301\/revisions\/2306"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2303"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2301"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2301"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2301"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}