{"id":2045,"date":"2024-03-27T16:00:26","date_gmt":"2024-03-27T15:00:26","guid":{"rendered":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/?p=2045"},"modified":"2024-03-27T16:00:27","modified_gmt":"2024-03-27T15:00:27","slug":"konsumklima-erholung-kommt-nur-muhsam-voran","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/konsumklima-erholung-kommt-nur-muhsam-voran\/","title":{"rendered":"Konsumklima: Erholung kommt nur m\u00fchsam voran"},"content":{"rendered":"\n<p> <\/p>\n\n\n\n<p> <\/p>\n\n\n\n<p>Die Aufhellung der Verbraucherstimmung in Deutschland schreitet auch im M\u00e4rz nur langsam voran. Die Konjunktur- und Einkommenserwartungen legen zwar leicht zu, aber die Anschaffungsneigung bleibt nahezu unver\u00e4ndert niedrig. G\u00fcnstig f\u00fcr den Konsumklima-Indikator wirkt sich die sinkende Sparneigung aus. Das Konsumklima verbessert sich damit zum zweiten Mal in Folge. Der Indikator nimmt in der Prognose f\u00fcr April im Vergleich zum Vormonat (revidiert -28,8 Punkte) um 1,4 Punkte auf -27,4 Z\u00e4hler leicht zu. Dies zeigen die aktuellen Ergebnisse des GfK Konsumklimas powered by NIM. Es wird seit Oktober 2023 gemeinsam von GfK und dem N\u00fcrnberg Institut f\u00fcr Marktentscheidungen (NIM), Gr\u00fcnder der GfK, herausgegeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine St\u00fctze des Anstiegs der Konsumstimmung im M\u00e4rz ist die Sparneigung: Diese verliert im Vergleich zum Vormonat 5 Punkte. Mit einem Wert von 12,4 Z\u00e4hlern weist sie aber immer noch ein \u00fcberaus hohes Niveau auf. Denn im entsprechenden Vorjahreszeitraum lag die Sparneigung bei nur 1,3 Z\u00e4hlern, was ein Plus von mehr als 11 Punkten bedeutet.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie Erholung des Konsumklimas kommt langsam und nur sehr schleppend voran\u201c, erkl\u00e4rt Rolf B\u00fcrkl, Konsumexperte beim NIM. \u201eReale Einkommenszuw\u00e4chse und ein stabiler Arbeitsmarkt bilden an sich sehr gute Voraussetzungen f\u00fcr eine rasche Erholung der Konsumkonjunktur, aber den Konsumenten fehlt es immer noch an Planungssicherheit und Zukunftsoptimismus. Die starke Verunsicherung der Verbraucher in Zeiten multipler Krisen, gepaart mit wenig Zuversicht in die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands, hemmt die Konsumneigung. Das sorgt daf\u00fcr, dass Impulse durch die Binnennachfrage f\u00fcr die Konjunktur derzeit immer noch ausbleiben. Kurz zusammengefasst: Die schlechte Stimmung \u00fcberlagert die Fakten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Somit wird eine nachhaltige Erholung der deutschen Wirtschaft weiter auf sich warten lassen. Denn daf\u00fcr w\u00e4re es vor allem notwendig, dass die ausgepr\u00e4gte Verunsicherung in der Bev\u00f6lkerung schwindet. Dazu braucht es aber einen weiteren R\u00fcckgang der Inflation in Deutschland und eine klare Strategie der Politik zur weiteren Entwicklung des Landes in den kommenden Jahren. Nur so k\u00f6nnen die Verbraucher wieder mehr Planungssicherheit erhalten, die eine wichtige Voraussetzung f\u00fcr die Investition in gr\u00f6\u00dfere Anschaffungen ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Einkommenserwartungen steigen leicht<\/p>\n\n\n\n<p>Die Einkommenserwartungen k\u00f6nnen ihren Schwung aus dem Vormonat, in dem ein deutliches Plus von mehr als 15 Punkten zu Buche stand, nicht beibehalten. Der Indikator legt um bescheidene 3,3 Punkte zu und weist derzeit -1,5 Z\u00e4hler auf. Ein besserer Wert wurde zuletzt vor Beginn des Ukraine-Krieges im Februar 2022 mit +3,9 Punkten gemessen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der vorsichtig steigende Einkommensoptimismus liegt in erster Linie in der Lohn- und Gehaltsentwicklung begr\u00fcndet. Die tariflichen Lohn- und Gehaltserh\u00f6hungen waren und werden auch in den kommenden Monaten sehr ansehnlich sein. Das gilt ebenfalls f\u00fcr die Renten, die sich an der Lohnentwicklung orientieren. So wurde vor einigen Tagen berichtet, dass die gesetzlichen Altersbez\u00fcge im Sommer dieses Jahres sowohl in Ost wie auch in West um gut 4,5 Prozent angehoben werden. Bei einer Inflationsrate von aktuell etwa 2,5 Prozent wird das zu deutlichen realen Einkommenszuw\u00e4chsen bei Rentnern und abh\u00e4ngig Besch\u00e4ftigten f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Anschaffungsneigung hinkt der Einkommensentwicklung weiter hinterher<\/p>\n\n\n\n<p>Von dem steigenden Trend der Einkommenserwartung kann die Anschaffungsneigung jedoch nicht profitieren: Sie verliert sogar minimal gegen\u00fcber dem Vormonat. Nach einem Minus von 0,3 Punkten weist der Indikator aktuell -15,3 Punkte auf. Auch der Vorjahresvergleich zeigt mit +1,7 Punkten kaum eine Ver\u00e4nderung. Im Gegensatz dazu konnte die Einkommenserwartung gegen\u00fcber M\u00e4rz 2023 deutlich zulegen (+22,8 Punkte).<\/p>\n\n\n\n<p>Die nun seit knapp zwei Jahren auf sehr niedrigem Niveau stagnierende Anschaffungsneigung ist ein Indiz daf\u00fcr, dass die Verunsicherung unter den Konsumenten \u00fcberaus gro\u00df ist. Diese Situation f\u00fchrt dazu, dass die Verbraucher ihre finanziellen Mittel tendenziell eher auf die Seite legen. Dies belegt auch die zuletzt gestiegene Sparquote sowie die \u00fcberaus gute Entwicklung an den deutschen Aktienb\u00f6rsen.<\/p>\n\n\n\n<p>Konjunkturaussichten verzeichnen leichten Anstieg<\/p>\n\n\n\n<p>Die Konjunkturerwartungen legen um 3,3 Punkte leicht zu und steigen damit auf -3,1 Punkte. Im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Vorjahres bedeutet dies ein Minus von 6,8 Punkten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Konjunktur kommt aktuell nicht nachhaltig in Schwung. Nach den \u00fcbereinstimmenden Prognosen von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik wird nach einem schw\u00e4cheren ersten Halbjahr erst in der zweiten Jahresh\u00e4lfte eine leichte Erholung erwartet. Dies kann durch eine Zinssenkung der EZB, die bislang f\u00fcr Mitte des Jahres erhofft wird, sicherlich unterst\u00fctzt werden. Dennoch gehen die Experten davon aus, dass beim Wirtschaftswachstum 2024 eher eine schwarze Null stehen d\u00fcrfte. Fuente y foto: GfK<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Aufhellung der Verbraucherstimmung in Deutschland schreitet auch im M\u00e4rz nur langsam voran. 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