{"id":1852,"date":"2024-03-08T13:21:11","date_gmt":"2024-03-08T12:21:11","guid":{"rendered":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/?p=1852"},"modified":"2024-03-08T13:21:11","modified_gmt":"2024-03-08T12:21:11","slug":"konsumklima-stabilisierung-auf-niedrigem-niveau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/konsumklima-stabilisierung-auf-niedrigem-niveau\/","title":{"rendered":"Konsumklima: Stabilisierung auf niedrigem Niveau"},"content":{"rendered":"<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Nach dem herben R\u00fcckschlag im Vormonat verbessert sich die Verbraucherstimmung in Deutschland im Februar geringf\u00fcgig. Die Einkommenserwartungen legen zwar zu, aber die Anschaffungsneigung und die Konjunkturerwartung weisen kaum eine Ver\u00e4nderung auf. D\u00e4mpfend wirkt zudem die Sparneigung. Das Konsumklima legt daher nach dem deutlichen R\u00fcckgang im Vormonat nur wieder leicht zu. Der Indikator steigt in der Prognose f\u00fcr M\u00e4rz auf -29 Punkte. Im Vergleich zum Vormonat (revidiert -29,6 Punkte) ist dies ein Anstieg von 0,6 Punkten. Dies zeigen die Ergebnisse des GfK Konsumklimas powered by NIM f\u00fcr Februar. Es wird seit Oktober 2023 gemeinsam von GfK und dem N\u00fcrnberg Institut f\u00fcr Marktentscheidungen (NIM), Gr\u00fcnder der GfK, herausgegeben.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Weil es die Deutschen in Anbetracht der allgemeinen Wirtschaftslage nach wie vor f\u00fcr ratsam halten, zu sparen, f\u00e4llt die Erholung des Konsumklimas \u2013 trotz eines sprunghaften Anstiegs der Einkommenserwartungen \u2013 eher moderat aus. Die Sparneigung steigt im Februar mit einem Plus von 3,4 Punkten auf 17,4 Z\u00e4hler und wirkt somit d\u00e4mpfend auf das Konsumklima. Ein h\u00f6herer Wert der Sparneigung wurde zuletzt zu Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise im Juni 2008 mit 21,4 Punkten gemessen. \u201eDie Konsumenten sind stark verunsichert. Neben den nach wie vor steigenden Preisen d\u00fcrften sicherlich schw\u00e4chere Konjunkturprognosen f\u00fcr die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr ein wichtiger Grund daf\u00fcr sein\u201c, erkl\u00e4rt Rolf B\u00fcrkl, Konsumexperte beim NIM. \u201eZuletzt wurden die Aussichten f\u00fcr die deutsche Wirtschaft zunehmend pessimistischer eingesch\u00e4tzt. So reduziert auch die Bundesregierung ihre Wachstumsprognose 2024 von urspr\u00fcnglich 1,3 Prozent auf nur noch 0,2 Prozent. Deutschland muss vorerst weiter auf eine konjunkturelle Erholung warten\u201c.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Damit ist auch eine rasche Erholung der Konsumkonjunktur nicht zu erwarten. Hierf\u00fcr ist es neben einer weiteren R\u00fcckf\u00fchrung der Inflation vor allem wichtig, dass die Verunsicherung der Verbraucher schwindet und diese wieder mehr Vertrauen in die Zukunft gewinnen. Dann werden sie auch wieder eher bereit sein, zu investieren, d.h. gr\u00f6\u00dfere Anschaffungen zu t\u00e4tigen.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Einkommenserwartungen legen deutlich zu<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Die Einkommenserwartungen k\u00f6nnen ihre deutlichen Verluste aus dem Vormonat im Februar mehr als kompensieren: Der Indikator gewinnt 15,2 Punkte hinzu und klettert damit auf -4,8 Punkte. Dies ist der beste Wert seit Februar 2022, also vor Ausbruch des Ukraine-Krieges. Im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Vorjahres steht momentan ein deutliches Plus von 22,5 Punkten zu Buche.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Der gestiegene Einkommensoptimismus ist nicht unbegr\u00fcndet: Deutliche Lohn- und Rentenerh\u00f6hungen in Verbindung mit weniger stark steigenden Preisen werden zu sp\u00fcrbaren realen Einkommenszuw\u00e4chsen f\u00fchren. So ist im Januar 2024 die Inflationsrate auf 2,9 Prozent gesunken, nachdem sie im Dezember des vergangenen Jahres noch bei 3,7 Prozent lag.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Anschaffungsneigung profitiert nicht von gestiegenem Einkommensoptimismus<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Die Anschaffungsneigung zeigt sich im Februar von den deutlich gestiegenen Einkommensaussichten jedoch v\u00f6llig unbeeindruckt. Der Indikator bleibt nach einem minimalen Minus von 0,2 Punkten mit aktuell -15,0 Punkten nahezu unver\u00e4ndert.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Damit verharrt die Anschaffungsneigung weiter auf einem \u00fcberaus niedrigen Niveau, das bereits seit Mitte 2022 zu verzeichnen ist. Trotz der wieder zunehmenden Kaufkraft zeigen sich die Konsumenten bez\u00fcglich gr\u00f6\u00dferer Anschaffungen derzeit sehr zur\u00fcckhaltend. Dies liegt an dem bereits erw\u00e4hnten fehlenden Zukunftsoptimismus der Verbraucher, der f\u00fcr Verunsicherung und mangelnde Planungssicherheit sorgt \u2013 diese ist jedoch f\u00fcr private Haushalte und deren gr\u00f6\u00dfere Anschaffungen entscheidend.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Konjunkturaussichten nahezu unver\u00e4ndert<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Die Verbraucher sehen auch zu Beginn des Jahres 2024 keine Anzeichen f\u00fcr eine nachhaltige Erholung der deutschen Wirtschaft. Ihre Einsch\u00e4tzungen zu den Konjunkturaussichten bleiben im Vergleich zum Vormonat nahezu unver\u00e4ndert. Der Indikator steigt um 0,2 Punkte und weist nun einen Wert von -6,4 auf. Im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Vorjahres liegt er um mehr als 12 Punkte niedriger.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span lang=\"de-DE\">Die verhaltenen Aussichten spiegeln sich auch in den zur\u00fcckgenommenen Prognosen f\u00fcr dieses Jahr bei Wissenschaft, Wirtschaft und Politik wider. So d\u00fcrfte der Zuwachs beim Bruttoinlandsprodukt 2024 nur noch knapp im positiven Bereich liegen. Neben einem schw\u00e4chelnden Konsum wird vermutlich auch eine eher m\u00e4\u00dfige Investitionsneigung der Unternehmen aufgrund einer schwachen Weltkonjunktur f\u00fcr die zu erwartende Stagnation verantwortlich sein. <\/span><span lang=\"de-DE\">Quelle &#8211; <\/span><span lang=\"de-DE\">GfK<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach dem herben R\u00fcckschlag im Vormonat verbessert sich die Verbraucherstimmung in Deutschland im Februar geringf\u00fcgig. Die Einkommenserwartungen legen<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1853,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[34],"tags":[],"class_list":["post-1852","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"featured_image_urls":{"full":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/alemaniamercadillo23.jpg",500,375,false],"thumbnail":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/alemaniamercadillo23-150x150.jpg",150,150,true],"medium":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/alemaniamercadillo23-300x225.jpg",300,225,true],"medium_large":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/alemaniamercadillo23.jpg",500,375,false],"large":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/alemaniamercadillo23.jpg",500,375,false],"1536x1536":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/alemaniamercadillo23.jpg",500,375,false],"2048x2048":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/alemaniamercadillo23.jpg",500,375,false],"morenews-large":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/alemaniamercadillo23.jpg",500,375,false],"morenews-medium":["https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/alemaniamercadillo23.jpg",500,375,false]},"author_info":{"display_name":"admin","author_link":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/author\/admin\/"},"category_info":"<a href=\"https:\/\/agronoticias.es\/de\/category\/allgemein\/\" rel=\"category tag\">Allgemein<\/a>","tag_info":"Allgemein","comment_count":"0","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1852","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1852"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1852\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1854,"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1852\/revisions\/1854"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1853"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1852"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1852"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/agronoticias.es\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1852"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}