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Die Anbauer von Speisekartoffeln rechnen nur mit einer unterdurchschnittlichen Ernte. Sie dürfte zwar besser ausfallen als im vergangenen Jahr, aber 2018 waren die Erträge auch katastrophal niedrig, teilt der Landvolk-Pressedienst mit.

Von April bis Juni haben Frühkartoffelimporte den Markt bestimmt, von Juli bis Anfang August dominierten heimische Frühkartoffeln das Angebot. Aufgrund der geringen Ernte 2018 gab es keine Überhänge, die Kartoffelanbauern durften sich über gute Preise freuen. Aktuell sind Kartoffeln infolge der Trockenheit europaweit Mangelware, deshalb muss jetzt nahtlos die Ernte der Speisekartoffeln anschließen.
2018 wurden in Niedersachsen, dem größten Kartoffelanbaugebiet Deutschlands, auf 113.000 Hektar (ha) Kartoffeln angebaut und gut 4,1 Mio. Tonnen (t) geerntet. Da in nahezu ganz Osteuropa die Kartoffelernte vertrocknet ist, und es in Westeuropa keine Lagerkartoffeln aus alter Ernte mehr gibt, hoffen die niedersächsischen Kartoffelanbauer für ihre Ware auskömmliche Preise zu erzielen. „Dieses Jahr werden die Kartoffel weiterhin ein knappes Gut bleiben, aber für die Versorgung der unterschiedlichen Verwertungen sollte es reichen", erklärt Riggert als Vorsitzender des Bauernverbandes Nordostniedersachsen. „Bei einer europaweit normalen Ernte hätte die Anbaufläche dieses Jahres zu einer mehr als ausreichenden Versorgung geführt, das sollten die Anbauer von Kartoffeln bei den Planungen für das nächste Jahr berücksichtigen. Nur dann lassen sich die nötigen Preise für die Erzeuger erzielen", gibt Riggert zu bedenken. Quelle:LPD