Verbraucher kaufen Lebensmittel immer bewusster ein und achten besonders auf Frische, Regionalität und natürliche Zutaten. Allerdings muss für deutsche Sparfüchse auch das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmen, hat die Studie „Shopper Trends" des Marktforschungsunternehmens Nielsen bestätigt.

Die Untersuchung wird jährlich in über 60 Ländern durchgeführt und gibt einen Überblick über Trends im Lebensmitteleinzelhandel und das Einkaufsverhalten über verschiedene Warengruppen, Märkte und Handelsbereiche. In Deutschland wurden zu diesem Thema im November 2018 online 1.500 Teilnehmer befragt.

Beim Lebensmitteleinkauf sind die Deutschen offenbar gut organisiert: Ein Großteil plant die alltäglichen Besorgungen mit einer Einkaufsliste. Im Supermarkt landen bei 63 Prozent der Befragten aber auch spontan andere Lebensmittel im Einkaufswagen. Mehr als 70 Prozent achten auf Frische und 55 Prozent auf regionale Ware. Für jeden Zweiten sind natürliche Inhaltsstoffe bei der Auswahl der Produkte wichtig. Immer häufiger fällt die Wahl auf Lebensmittel mit weniger Zucker (36 % gegenüber zu 34 % im Vorjahr).
Rund 45 Prozent möchten umweltfreundlich einkaufen, und immerhin jeder Vierte greift bevorzugt zu ökologischen Erzeugnissen.
Deutsche haben den Ruf, dass sie besonders auf den Preis achten. Daran hat sich nach der aktuellen Untersuchung nichts geändert. Rund 64 Prozent kennen nach eigenen Angaben die Preise der Lebensmittel, die sie häufig kaufen. Daher bleiben auch Änderungen nicht unbemerkt. Knapp 60 Prozent der Konsumenten haben daher mehr auf Sonderangebote und reduzierte Ware geachtet. Das bedeutet aber nicht, dass der Einkauf möglichst billig sein muss. Mehr als jeder zweite Kunde wäre inzwischen bereit, für eine bessere Qualität einen höheren Preis zu zahlen und ist auch an Premium-Produkten interessiert. Die Frage ist allerdings, ob diese guten Vorsätze an der Supermarktkasse auch tatsächlich umgesetzt werden.Quelle: Heike Kreutz, www.bzfe.de